Integration

  •  … eines Schülers mit dem Down Syndrom
  • … eines Schülers mit Asperger Autismus
  • … zweier Schüler mit Mukoviszidose

Integration eines Schülers mit DOWN-Syndrom

Vor nunmehr fünf Jahren haben wir erstmals ein Kind mit sonderpädago-gischem Förderbedarf (DOWN-Syndrom) in die erste Klasse der Grundschule aufgenom-men. Zusammen mit Kindergarten, Eltern, Klassleiter und Schul-leitung wurde ein Kon-zept erstellt, auf dessen Grundlage eine Beschulung erfolgt.

Die offenen Unterrichtsformen in dieser Klasse, die hohe methodische Flexibilität und fachlich didaktische Professionalität des Klassleiters ließen das Experiment überaus gut gelingen. Die Lernfortschritte des Kindes waren überraschend hoch. So hat der Junge ohne Probleme das Lesen gelernt.

Unsere wesentlichen Verfahrensschritte waren:

Frühzeitige Kontaktaufnahme zwischen Eltern und Schule – Elternabend mit allen Erstklasseltern, dem Kindergarten und der Schulleitung – Eltern konnten sich frei für diese Klasse entscheiden – Einbindung der Eltern aller Schüler dieser Klasse.

Unser Beschulungskonzept wurde inzwischen u. a. der Pädagogischen Beratungsstelle Roth / Schwabach und der Frühförderungsstelle in Roth vorgestellt. Sie ist auch Thema einer Zulassungsarbeit der Universität Nürnberg/Erlangen.

Auch in der zweiten, dritten und vierten Klasse verlief die Beschulung erfolgreich, so dass der Junge im laufenden Schuljahr die 5. Klasse unserer Hauptschule besucht.

Integration eines Schülers mit Asperger Autismus

Der Schüler Benni kam im September 2007 in die 2a der Grundschule Thalmässing. Hinter ihm lagen viele erfolglose Versuche, sich an anderen Schulen zurechtzufinden. Vom ersten Tag an versuchten wir gemeinsam Benni einen möglichst unbeschwerten Zugang zu dem Bereich Schule zu ermöglichen. Benni wurde in keiner Phase unter Druck gesetzt und konnte die Gestaltung der Kontaktaufnahme mit dem Bereich Schule und den dazugehörigen Personen auf seine Art und Weise je nach seinem Befinden steuern.

Gelang ihm anfangs lediglich eine Anwesenheit von einer Schulstunde in einem Raum neben dem Klassenzimmer der 2a, nahm er schon nach einigen Wochen nahezu regelmäßig am Sportunterricht seiner neuen Klasse teil.

Nachdem er sich inzwischen auch ins Klassenzimmer der 2a „gewagt“ und gar mit einigen Klassenkameraden Kontakt aufgenommen hatte, schaffte er nach den Weihnachtsferien ab und an schon ganze vier Stunden zusammen mit den Klassenkameraden im Klassenzimmer zu arbeiten.

Diese kontinuierliche Entwicklung setzte sich in sehr positivem Sinne fort. Inzwischen besucht er zusammen mit seinen vertrauten Klassenkameraden die Klasse 3a der Grundschule im Nachbarort Eysölden.

Weder der komplet-te Wechsel seines Schulumfeldes noch die Gewöhnung an eine neue Lehrkraft können ihn aus der Ruhe bringen. Für einen Asperger Au-tisten eine bemer-kenswerte Entwick-lung!

Integration von Kindern mit chronischen Krankheiten

Bei der Beschulung von Kindern mit schwer-wiegenden chronischen Krankheiten ist es uns ein Anliegen, dass diese Kinder den Schulalltag als möglichst normal erleben können.

Die Krankheit kann so – bei aller Fürsorge – auch in den Hintergrund treten. Dies gelingt dann, wenn Mitschüler, Lehrer und Eltern einerseits bestimmte Sonderregelungen wie selbstverständ-lich gelten lassen und trotzdem kranke Kinder in gleichem Maße individuell fordern und fördern.

 

So verbrachte ein Zwillingspaar mit Mukoviszi-dose seine Grundschulzeit an unserer Schule. Die Mutter der Kinder informierte das gesamte Kollegium mehrmals über das Krankheitsbild und zeigte Verhaltensmöglichkeiten in bestimmten Situationen auf. Einige Sonderregelungen wurden vereinbart. Die Beschulung der Kinder erfolgte ohne große Probleme.

 

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